Nadja Laura Mijthab

Nadja Laura Mijthab

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Während die Anderen in der Grundschule Backstreet Boys hörten und in Nick Carter verliebt waren, tanzten meine Mutter und ich im Keller zu Nirvana, Red Hot Chili Peppers und Billy Idol. Mutti, ich liebe dich!

Mit 14 schrieb ich dann auf mein Hausaufgabenheft „I hate myself, I want to die“, wie es sich für einen echten Emo gehört. Mukke war dann nicht mehr nur Mukke, sondern eine Lebenseinstellung. Doc Martens, Nietengürtel, pinke Haare und schwarze Klamotten. Ich lebte nur noch von Konzert zu Konzert und sparte mein ganzes Geld für Rock-Festivals im Sommer. Mit Dosenbier und Isomatte, unter lauter Gleichgesinnten im Dreck, da fühlte ich mich pudelwohl.

Es war die Musik, die mir eine Heimat gegeben hat – in einem Dorf in Sachsen-Anhalt. Dort war man damals entweder rechts oder man war anders.

Ich war dann wohl anders.

Auch wenn ich heute nicht mehr so rumlaufe, wer mich kennt, merkt es trotzdem und Doc Martens, schwarz und Nietengürtel liebe ich immer noch. Meine Bandshirts habe ich auch noch im Schrank. Aber vielleicht liegt es am Alter… Je älter ich werde, desto weniger muss ich jedem gleich alles auf die Nase binden. Heute reichen mir meine Gedanken und die Musik in meinem Kopf.

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Nadja Laura Mijthab, geboren 1988 in Berlin
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