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Sarina Radomski

Ich muss dir gestehen, dass ich nicht immer weiß was ich rede, dass ich den Mond für einen heiligen halte, dass ich nicht alle Kontinente beim Namen nennen könnte. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, von den Dingen, die da kommen und doch gern red‘ als wüsst‘ ich’s besser. Ich gestehe Eifersucht, die Sucht nach Süßigkeit und dass ich keine Pferde mag. Ich gestehe Lüge – nicht nur in Not – gesteh‘ dir meine Faulheit zu lesen. Gestehen will ich den Wunsch nach Anerkennung und Applaus und im Gleichklang Eitelkeit, die Träumerei nicht zulässt. Ich gesteh‘ dass ich keine Brettspiele mag und noch dazu ein schlechter Verlierer bin. Ich muss gestehen, dass mir manchmal alles zu viel ist und vieles oft zu wenig…weiterlesen

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Mateja Meded

Schmerz. Und Geburt- sind unzertrennlich. So wie Gut und Böse, Hell und Dunkel, Liebe und Hass, Südpol Nordpol. 
Schmerz: Veränderung. Neues Ich. Neue gedankliche Ebenen. Wachsen. Krieg. Geburt. Allein sein. Zu zweit sein. Zu dritt sein. Aus . Ende. Vorbei. Ja, was ist vorbei. Bin ich vorbei, diejenige die ich war, meinte zu sein. Was kommt danach. Werde ich dieser beschissene Schmetterling, von dem alle infantilen, 
untalentierten, ein bisschen hübschen und damals , -vor einer langen Zeit, in einem anderen Universum- damals jungen und heute älteren frustrierten, aber noch ein bisschen ehrgeizigen 
Frauen labern: Blablablubb Raupe, Blablablubb Wiedergeburt, Blablablubb heute Schmetterling.
 Kopfschuss. Bin kein Schmetterling. Hatte nie Ambitionen dazu. 
Revolution und Kontrarevolution, das bin ich
. Jeanne d´Arc, das bin ich. Ein Taugenichts und Tunichtgut, das…weiterlesen

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Marc Philipps

Es kommt in Berlin ja oft vor, dass man interessante Persönlichkeiten kennenlernt, die einem in guter Erinnerung bleiben und wenn man sie nach einiger Zeit wiedersieht alles beim Alten ist und man sich genauso blendend versteht wie beim ersten Mal. Das es bei mir und Hannes etwas über sechs Jahre gedauert hat, kann ich mir beim besten Willen selbst nicht erklären und da wir uns dann immer soviel zu erzählen haben und ich beim Fotoshooting nicht mehr dazu gekommen bin, erzähle ich euch jetzt diese eine Geschichte aus meinem Leben. Bei meinem Namen kommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht direkt darauf, dass ich Sohn einer rumänischen Mutter und eines deutschen Vaters bin. Wenn es darum geht eine Geschichte aus dem Heimatland meiner Mutter zu erzählen,…weiterlesen

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Heidrun Fiedler

Ich sitze im Whirlpool. Angenehm blubbern die Blasen durch das Wasser. Meine Brüste schwimmen an der Oberfläche. Mein Nacken entspannt sich, als würden sich Kilos um Kilos von meinem Büroalltag lösen und gen Meeresboden sinken. Mein Blick fällt auf die Menschen. Sie sind wie sie sind – in der Sauna. Jeder, der hier ist, kann nichts faken. Hast du einen Bauch, hast du einen Bauch. Hast du Pickel auf dem Rücken und rote Haare an der Muschi, dann ist das so. Punkt um. Man setzt sich zusammen in einen Raum mit anderen Menschen und schwitzt. Ohne Deo, ohne Musik, ohne Smartphone, ohne Zeitung – einfach pur. Mit sich selbst und den anderen, ohne Kompromisse. In der Heu-Sauna ist gerade Aufguss gewesen. Mehrere dickbäuchige Männer kommen…weiterlesen

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Lukas Benjamin Engel

Ich habe sieben Narben an meinem Körper. Das liegt zum einen an meiner Tollpatschigkeit und zum anderen an meinem großen Bruder. Man sagt „Jede Narbe erzählt eine Geschichte“ und irgendwie finde ich viel Wahres an diesem Sprichwort, denn all diese Unfälle sind ein Teil von mir, sie erinnern mich an eine Zeit meines Lebens. Auch wenn einige dieser Narben nicht unbedingt schön sind oder die Unfälle äußerst schmerzhaft oder unnötig waren, möchte ich sie dennoch nicht missen. Dass mit der Tollpatschigkeit fing schon sehr früh an, meist eine, die aus einer sehr naiven Sicht der Dinge entsteht, einer großen Neugier oder einfach einem unbedingten Willen etwas auszuprobieren und erleben zu wollen. So bin ich schon mit 3 Jahren, als meine Mutter kurz nicht aufgepasst hat,…weiterlesen

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Franziska Endres

Meine Beziehung zum Fussball ist schnell erklärt. Ist mir so was von egal. Das langweiligste, was das Fernsehen zu bieten hat. Also für mich, schon klar. Ich habe mich gerade einigermaßen von der WM 2014 erholt, da steht die EM schon vor der Tür. Verdammt. Geht das wieder los. Mein Freund, der sonst so verkopfte Sozialwissenschaftler, der es schlimm findet, dass ich manchmal „binge watche“, Fernsehen generell für allgemeingefährlich und Computerspiele für den Untergang der Zivilisation hält, läuft schon einen Monat vorher mit dem Smartphone vor der Nase gegen einen Laternenpfahl, bei dem Versuch irgendwelche Hintergrundinfos ausfindig zu machen. Eigentlich wollten wir essen gehen. Er und all meine Freunde werden sich für vier Wochen in Zombies verwandeln, und ich werde allein und einsam auf diesem…weiterlesen

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Simone Geißler

Ich saß im parkenden Auto von meinen Eltern, am Rand eines langsam verwelkenden Blumenfeldes. Bevor wir nach Hause fuhren, wollte mein Mom noch schnell ein paar Blumen vom Feld holen. Wir waren auf dem Heimweg vom Krankenhaus. Ich hatte gerade im Krankenhaus erfahren, dass meine Oma an einem unheilbaren Krebs erkrankt ist. Während meine Mom über das Blumenfeld stapfte, um noch einpaar schöne Blumen zu finden -es war ja schließlich schon September und keine wirkliche Blumenzeit mehr- wollte ich die Zeit nutzen, um mit einer Freundin zu telefonieren. Sie hatte mich angerufen, als ich im Krankenhaus war. Nur da wollte sie nicht über das reden, was sie mir zu erzählen hatte. Mit freudiger Erwartung wartete ich darauf ihre Stimme zu hören. Als sie ans Telefon…weiterlesen

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Martin Stange

Geschichten erzählen, das ist eine vermeintliche Kernkompetenz eines Schauspielers…und daher müsste dies hier relativ schnell von der Bühne gehen (herrliche Doppeldeutigkeit), jedoch geben wir Schauspieler Geschichten nur Gesichter! Also war’s das mit dem „relativ schnell“. Also nutze ich diesen Raum zunächst mit einer Sache die mir auf der Seele brennt, die ich immer so schon mal loslassen wollte. (nicht erschrecken, so schlimm wird es nicht) Schauspieler wollen Spielen, Regisseure wollen Regie führen, Autoren wollen Schreiben! Caster wollen tolle Projekte besetzen! WIR Schauspieler (kann ja nur für uns sprechen) müssen diesen gegeben Fakt nicht immer wieder laut herausbrüllen. 😀 Er liegt in der Natur der Sache. Meine Biografie hat einen, wie ich finde aus heutiger Sicht sehr witzigen aber auch schönen Punkt: zu einer Zeit als…weiterlesen

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Emma Drogunova

Geboren wurde ich in Tjumen. Kein Schwein weiß wo das ist, also sage ich immer nur Sibirien. Dann kommt meistens ein: „Oh, da ist es bestimmt kalt, oder?“ und dann sag ich: „Ja, aber im Sommer ist es heiß.“ So als würde ich mich daran erinnern und dann wird meistens über etwas anderes geredet. Als ich zwei Jahre alt war zogen wir nach Berlin. Ich kam in den Kindergarten und die Geschichte, die jetzt kommt, habe ich selbst nicht so bewusst wahrgenommen, sondern nur von meiner Mutter erzählt gekriegt. Ich war wohl schon immer ein aufgewecktes, quirliges Etwas gewesen, das gerne viel und mit jedem reden wollte. In Russland auf Russisch. Da kam ich dann in ein fremdes Land, mit fremden Leuten, die eine mir…weiterlesen

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Nadja Laura Mijthab

Während die anderen in der Grundschule Backstreet Boys hörten und in Nick Carter verliebt waren, tanzten meine Mutter und ich im Keller zu Nirvana, Red Hot Chili Peppers und Billy Idol. Mutti, ich liebe dich! Mit 14 schrieb ich dann auf mein Hausaufgabenheft „I hate myself, I want to die“, wie es sich für einen echten Emo gehört. Mukke war dann nicht mehr nur Mukke, sondern eine Lebenseinstellung. Doc Martens, Nietengürtel, pinke Haare und schwarze Klamotten. Ich lebte nur noch von Konzert zu Konzert und sparte mein ganzes Geld für Rock-Festivals im Sommer. Mit Dosenbier und Isomatte, unter lauter Gleichgesinnten im Dreck, da fühlte ich mich pudelwohl. Es war die Musik, die mir eine Heimat gegeben hat – in einem Dorf in Sachsen-Anhalt. Dort war…weiterlesen

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Stephan Jurichs

Das Clubhaus (1995) Mein bester Freund und ich sitzen wie jedes Wochenende in unserem „Clubhaus“ im Garten seiner Eltern. wir streunen durchs Gebüsch, spielen Räuber und Gendarm, springen in den Teich, stellen uns vor mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit zu reisen und genießen unsere abenteuerliche Kindheit. Wir sind wie Pech und Schwefel und sind nun seit zwei Jahren ein Team. Als wir uns das erste mal begegnen sind wir uns sicher: zwei Aussenseiter sind stärker als der stärkste auf dem Schulhof. Hand in Hand laufen wir durchs Leben und mir ist bewusst dass sich mein Leben komplett umkrempelt. Im Gegensatz zu heute bin ich ein sehr schüchternes Kind ohne großes Selbstbewusstsein. Wir werden umgeschult und unsere Wege trennen sich nun. Ein Jahr später…weiterlesen

Camilla Nowogrodzky

Camilla Nowogrodzki

Wenn mich jemand aus dem Nichts fragt, ob ich von mir erzählen kann, bekomme ich eher ein beklemmendes Gefühl. Meistens beschreibe ich dann lieber was ich in der letzten Zeit beruflich getan habe, um dann diesbezüglich meine persönlichen Eindrücke zu schildern. Warum? Für mich ergibt es oft keinen Sinn zusammenhanglos über persönliche Befindlichkeiten und Gedanken zu erzählen, die so tagesabhängig und stets im Wandel sind. Gedanken und Gefühle empfinde ich erst als relevant, wenn sie im konkreten Verhältnis zu einem Thema oder zu einem bestimmten Menschen stehen, denn erst dann findet für mich ein Prozess statt, der mich in meiner Entwicklung bereichern kann und nur dann bekomme ich neue Einsichten und Erkenntnisse. Das macht mich lebendig und darin sehe ich den Sinn meiner menschlichen Existenz.…weiterlesen

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Aaron Thiesse

Zwei mal geschnitten in weniger als fünf Minuten! Was soll der Scheiß denn bitteschön??? Ich kann kochen! Ich halte auch nicht zum ersten Mal ein Messer in der Hand! Und Zwiebeln schneiden? Halloooo!!! Wenn ich nicht Aaron heißen würde, müsste man mich Zwiebel-Jack nennen (erschreckend guter Film übrigens: Zwiebel-Jack räumt auf). Es hat ja alles mit allem zu tun und nichts passiert ohne Grund…lalala…wir kennen den Spaß ja. Ja, und wohl auch ich war nicht ganz bei der Sache. Warum? Gute Frage! Sehr gute Frage! Ich hing mit meinen Gedanken an einen sehr sehr…scheiße…an einen schlimmguten Werbedreh, den ich leider nicht bekam und so blöde kurz davor stand. Aaaaaaaahhhhhhh!!! Dieser Dreh hätte mein Leben, auf finanzieller Ebene, für mindestens ein Jahr sehr entspannt. Wie schüttelt…weiterlesen

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Alica Büchel

Mein Papa war Mafia-Boss. In der Ukraine, wo ich herkomme, ist das ein ganz normaler Beruf wie Kindergärtner oder Mathelehrer. Gut ok…vielleicht eher vergleichbar mit Feuerwehrmann. Ein gewisses Risiko sollte man schon bereit sein einzugehen. Ein klassischer Ausbildungsberuf oder ein Studium ist es denke ich mal auch nicht…man durchläuft bestimmt eine Art „Einarbeitungsphase“ und wird für das große Ganze… nun ja „herangezüchtet“ ?! Viel kann ich dazu nicht sagen, da er uns sehr früh verlassen hat. Er hatte Angst um mich und meine Mama und musste seine Familie schützen. Seine Identität aufgeben. Weg war er. Und unser Halt. Blöderweise hat sich mein kleiner Sprösslingskörper genau in dem Moment überlegt krank zu werden. So eine Grippe bekommen wir (hier in Deutschland) in Null Komma Nichts in…weiterlesen

Rhon Diels

Rhon Diels

Wenn man als Schauspieler einen Promi Status einer der weiter hinten im Alphabet befindlichen Buchstaben inne hat, wird man ja gerne mal von unbescholtenen Mitbürgern gefragt: „…und wo hast Du schon überall mitgespielt?“ Oder so etwas wie: „Wer ist die bekannteste Person, mit der du bisher zu tun hattest?“ Lieber beantwortet man dann doch solche Fragen wie sie mir erst neulich wieder von alten Bekannten gestellt wurde : „Das muss doch spannend sein, da erlebt man doch einiges, oder?“ Ich konnte nicht umhin folgende tatsächlich erlebte Geschichte zum besten zu geben: Hatte ich doch gestern erst irgendwo im Prenzlauer Berg bei dem dritten Recall eines Castings das Rennen gemacht, stand ich nun, keine 30 Stunden später auf dem Balkon meines Luxushotels in Bukarest mit Blick…weiterlesen

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Vivien LaFleur

Okay – ich gebe zu, dass ich eine totale Niete darin bin, persönliche Sachen zu erzählen. Immer wenn ich zu einem Casting gehe und die Aufgabe gestellt wird: “Erzähl uns etwas Kurzes, Persönliches oder Peinliches, Lustiges, das dir passiert ist.”, fange ich mit hochrotem Kopf an zu stottern und erzähle die peinlichsten Sachen. Aber nicht so, dass sie lustig sind, sondern einfach nur oberpeinlich. Das sehe ich dann auch am Blick der Caster… Anschließend gehe ich mit einem schrecklichen Gefühl nach Hause und frage mich, warum ich das jetzt erzählt habe. Ich hätte auch etwas Nettes von meiner Zeit in den Niederlanden erzählen können, oder von meinen Schwierigkeiten, eine Wohnung in Berlin zu finden, aber nein. Ich musste stattdessen erzählen, wie ich meine Unterhose in…weiterlesen

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Lena Röpert

Auf dem Weg zum Shooting, ich war mal wieder etwas spät dran, einen Jutebeutel in der Hand, merkte ich, dass ich, wenn ich die Bahn noch kriegen wollte, einen Zahn zulegen musste. Ich legte also einen kleinen Sprint hin und merkte unmittelbar wie sehr mich der Beutel in meinem Laufrhythmus störte. Warum zur Hölle fühlt man sich wie der letzte Vollhorst, wenn man mit einer Tasche in der Hand zu rennen versucht? Oder geht das etwa nur mir so? Dieses Ungleichgewicht bringt einen derart in einen Antirhythmus, dass man nicht nur langsamer wird, sondern auch noch irgendwie unbeholfen und trottelig aussieht. Zumindest kommt es mir so vor. Ich sollte mir vielleicht einfach generell angewöhnen nicht immer auf den letzten Drücker unterwegs zu sein. Oder zurück…weiterlesen

Angus McGruther

Angus McGruther

When I was in high school in Australia I began to learn German. I also learned to play the flute. Not an easy language, neither an easy instrument. Both were, let’s say, ‚unconventional‘. Both kind of uncool. When I told people I played the flute, they would react with a chuckle or a raised eyebrow. When I told them I was taking extra classes in German, it was the same reaction, often accompanied by a perplexed „But why?“ I now live in Berlin, and recently I attended the concert of one of my favourite Australian singers who was touring Europe. He is the embodiment of cool. Scruffy long surfers hair, baggy clothes, remarkable good looks and a voice to die for. Half way through the…weiterlesen

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Sarah Maria Besgen

Die Lust am Sofortbild und die Arbeit mit einem Medium, das an sich schon mit dem Zauber der Vergänglichkeit behaftet ist, waren auch für mich Verheißung und Motivation, mich dieser Art der Fotografie zu verschreiben. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich der Mensch bewegen muss, um die Welt zu erfahren. Anders ausgedrückt: Man kann die Welt nur erfahren, wenn man sie erfährt. Jedes Reisen des Menschen ist ein Bemühen, unbekannte Orte aufzusuchen mit dem sofortigen Erzeugen einer neuen Sehnsucht nach dem Ort, der dazu verlassen werden muss. Diese ambivalenten Gedanken und Gefühle sind die Basis allen Unterwegsseins, der Antrieb für die Mobilität des Menschen, ein Schwanken des Wehs zwischen Heim und Ferne. So mache ich mich auf den Weg. Es sind dabei…weiterlesen

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Jerry Kwarteng

Als Schauspieler ziehe ich viele Inspiration aus dem Leben selbst. Entweder aus meinen eigenen Erfahrungen oder aus Beobachtungen von anderen Menschen. Das soll jetzt nicht bedeuteten, dass ich mich in meiner freien Zeit als Stalker betätige, sondern das ich besonders hinschaue. Ich habe angefangen in Deutschland mit kleinen Rollen als Junkie, Sträfling und Drogenverkäufer…Mittlerweile spiele ich Ausländische Leichen, Rebellenführer aus dem Kongo, Afrikanische Gelehrte. Das ist Range!!! Im Ausland hatte ich Rollen als Anführer einer Elitensoldatengruppe, Arzt, Diplomat, Polizist, Agent. Wollen mal sehen, wann meine Heimat Deutschland die Möglichkeiten im Ausland einholt. Ich verbleibe gespannt…… 🙂 __________ Jerry Kwarteng, geboren 1976 in Hamburg, Deutschland www.agentur-eberstein.com

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Mala Ghedia

It was 2012. My son was 18-months old and I was one day away from giving birth to my daughter. I felt as big as an elephant! We took our son to the zoo for the first time. He knew most of the zoo animals from his picture-books but because he could only speak a few words at that stage, he usually communicated them onomatopoeically – lions: „raaaah“, snakes „ssssss“, monkeys „ooo eee aah aah“- you get the picture. Today was the first time he saw his favourite animal for real! Oh, his excitement, fascination and utter disbelief  that these ginormous creatures – which until now he only ever saw in picture-books  – actually existed in flesh and blood! He couldn’t speak but he ran…weiterlesen

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Claudia Plöckl

Ich sitze auf meinem kleinen Balkon. Es regnet. Es ist morgens, früh aber nicht zu früh. Man hört die Geräusche der Straße und das leise Plätschern des Regens. Es ist etwas kalt und grau schweben die Wolken über mir. Es duftet ein wenig nach Regen und ein wenig nach Kaffee. Die Kaffeetasse in meiner Hand, ist die, die ich für Sense Memory, eine Schauspielübung benutze. Ich lächle vor mich hin, dann lächle ich die Kaffeetasse an und überlege, wie es wohl wäre jetzt eine Zigarette zu rauchen. Das erscheint mir irgendwie passend und unglaublich französisch. „How to be a Parisian – wherever you are“. Ein Buch, eigentlich ein Blog über Liebe, Stil und Lässigkeit a la française liegt in meinem Zimmer und wartet darauf gelesen…weiterlesen

Selam Tadese

Selam Tadese

ICH, Selam Tadese, Schauspieler von Beruf, eritreisch-äthiöpischer Herkunft, Nachfahre der deutsch-schwäbischen Zunft, mit Ausschweifungen der gutbürgerlichen kölnisch-californischen Lebensart und dem darauffolgenden Gefühl in Berlin angekommen zu sein, fragte mich schon seit einer Ewigkeit wie es wohl wäre meine Wurzeln zu sehen. Meine Abstammung. Meine Vorfahren. Mein Blut. Meine Züge. Mein anderes Ich. Ich träumte den Traum des Schauspielers zu Leben. Ich träumte meine zweite Heimat zu sehen. Und da kam er… Dieser Traum der zur Realität wurde und mit ihm meine Ängste, Erwartungen und Sehnsüchte. VERRÜCKT Dort war ich nun. Viele Jahre später. Der Schauspieler. Mit mir im Gepäck eine riesige ARD-Produktion. Weit weg von dem Ort das ich zuhause nannte, hin wo vieles Fremd schien. Beruflich von Glück erfüllt. Jedoch menschlich?…Keine Ahnung. Fragen um…weiterlesen

luise_daberkow

Luise Deborah Daberkow

Okay. Also jeder hat Stress, alle haben Stress, ich habe Stress. Es ist Eigenarbeitszeit. Das heißt wir S c h a u s p i e l e r müssen ein Stück schreiben, inszenieren und (natürlich) auch mitspielen. Als S c h a u s p i e l e r. Abgesehen davon, dass ich nicht mal einen roten Faden oder eine sympathische Erzählerstimme in einer SMS hinbekomme und seit der Hausaufgabe in der vierten Klasse „schreibe einen Monat lang ein Tagebuch“ es hasse, Tagebücher zu schreiben, ist es auch nahezu, nein ich traue es mich zu sagen, unmöglich auf der Bühne zu stehen, zu spielen (fühlen ah der Satz klingt anders nein so würde meine Figur nicht stehen ah vielleicht sollte ich mich hinsetzten…weiterlesen

Matthias Ludwig

Matthias Ludwig

Aufstehen obwohl das Bett morgens immer viel gemütlicher ist als abends (warum ist das so?). Limette auspressen und mit Wasser trinken, Meditieren, herzhaft Frühstücken, Kaffee trinken. Möglichst lange keine eMails checken, meistens aber doch schon beim Kaffee. Der Vormittag vergeht in einem Konglomerat aus unterschiedlichen Aufgaben wie eMails schreiben, Text lernen, mehr Frühstück, Casting oder was sonst so anliegt, mehr Kaffee, Stimm- oder Sprechübungen. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Im Idealfall um 12h zum Training um schwere Sachen hochzuheben oder auf Händen zu stehen, wobei jedes Mal mehr Zeit als geplant vergeht (meistens weil ich versuche, möglichst nur auf einer Hand zu stehen). Danach endlich wieder Essen, außerdem Duschen (nicht gleichzeitig). Im Anschluss gibt es liegengebliebene Aufgaben vom Vormittag oder Drehbuch lesen oder Casting oder…weiterlesen

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Esther Lili Hafner

Mein Vater war einer der letzten Menschen in Deutschland, der an Kinderlähmung erkrankte. Für mich war das als Kind schwer zu akzeptieren. Ich wollte nicht, dass mein Vater auf Krücken geht oder im Rollstuhl sitzt. Ich wollte mit meinem Vater Fußballspielen, spazieren gehen und alles machen, was für andere Kinder selbstverständlich war. Ich weiß noch als ich bei einer Klassenkameradin zu Hause war und ihr Vater sie am Abend hoch gehoben hat, als er nach Hause kam. Aus dem nichts heraus, hat sie ihren Vater gefragt, ob er mich nicht auch hocheben kann, da mein Vater ja im Rollstuhl sitzt und das nicht kann. Trotz guter Absicht ihrerseits, war das für mich ein sehr beschämender Moment: Obwohl ich innerlich vor Eifersucht gekocht habe, wollte ich…weiterlesen

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Robert Speidel

Je voudrais faire un service civil – Mit diesem Satz lief ich zwei Tage durch Paris auf der Suche nach einem Job, den ich in Deutschland als „Anderen Dienst im Ausland“ verkaufen könnte. Jedesmal wenn ich den vorher auswendig gelernten Satz nebst etwas französischem Geplenkel in hartem deutschen Akzent aufsagte, blickte ich in verständnislose, geradezu überforderte Gesichter. Die Augen verkniffen, der Mund meist offen. Ich war 20 Jahre alt und wollte weg aus der norddeutschen Kleinstadt. In Paris verliebte ich mich schon als ich das erste Mal mit elf Jahren samt meinen Eltern die Osterferien bei meinem Großonkel Walter verbrachte. Während meine Eltern was-weiß-ich in der Stadt der Liebe machten, nahm mich mein Onkel an die Hand und schlenderte mit mir und seinem Hinkebein stundenlang…weiterlesen

Antonia Meier

Antonia Joséphine Meier

Ich behaupte, dass jeder Mensch im Leben ein großes Ziel hat. Die größe dieses Ziels ist natürlich individuell festgelegt. Viele Schauspieler sind absolute Idealisten und würden den Beruf über alles stellen. Auch ich würde mein letztes Hemd dafür geben, diesen Beruf bis auf die letzte Träne auszukosten und doch ist mir letztens etwas klar geworden: Es gibt ein Thema, das mir noch wichtiger ist und zwar die Liebe. Ich meine jetzt nicht eine allgemeine Liebe, sondern die Liebe zu einem Partner. Wenn ich es mir genau überlege, war das schon immer mein höchstes Gut. Alleine im Kinderladen war ich dermaßen verliebt, ich dachte, ich müsste sterben, als er in die Grundschule kam. Ich hätte ihm mein letztes Spielzeug gegeben und wie wütend war ich, dass…weiterlesen